Eine Motorradtour auf Zypern
Meine Tour begann mit der Ankunft auf dem Flughafen Lanarca und mit der Anmietung des entsprechenden Bikes.
Als Zeit für meine langersehnte Zypernreise hatte ich Ende September, Anfang Oktober gewählt, dazu dieser Zeit die Temperaturen auf der im Sommer doch sehr heißen Insel schon wesentlich erträglicher waren. Zypern war schon immer ein Traum von mir. Mein erstes Etappenziel war die Hauptstadt der Insel – Nikosia -, welche ich am späten Abend erreichte. Schon im Voraus habe ich online für die nächsten drei Tage und dann noch einmal für meinen Rückweg für eine Nacht meine Unterkunft gebucht. Mit 40 Euro pro Nacht, inklusive Frühstück war ich dabei. Auch all die weiteren Unterkünfte, die ich benötigte, habe ich so gebucht. Ich kann diese Art für eine Zyperreise nur wärmstens empfehlen, es hat alles bestens geklappt.
Nikosia, die seit 1974 leider geteilt ist, ist eine faszinierende Stadt. Sie liegt in einer fruchtbaren Tiefebene, umgeben von den beiden Gebirgszügen der Insel. Besonders gespannt war ich auf die Altstadt, welche nach langer Zeit des Verfalls nun langsam wieder aufgebaut wird. Um die willkürliche Grenze zu überschreiten, die seit 1974 auch die Hauptstadt teilt, ist es zu empfehlen, zu Fuß den Grenzübergang in der Ledrastraße zu benutzen. Auch die Besichtigung weiterer Sehenswürdigkeiten, wie die Venezianische Festungsmauer, das Cyprus Museum und selbstverständlich das Cyprus Classic Motorcycle Museum, habe ich zu Fuß besucht und mein Bike bestens gesichert am Hotel belassen.
Am 4. Tag ging meine Zyperreise weiter über die “grüne Grenze” Richtung Osten über das Pentadaktylosgebirge nach Kyrenia. Für meine Augen ein Fest, da landschaftlich einmalig, für mein Bike und meinem Rücken weniger erfreulich, da die ausgebaute Straße sich rasch in eine holprige und löchrige Landstraße wandelte. Erholung fand ich in einer Familien-Pension in Kyrenia für ganze 15 Euro pro Nacht. Bequem, gemütlich und sauber, ebenfalls sehr empfehlenswert.
Auf meiner nächsten Etappe, ausgerüstet mit genügend Trinkwasser, ging’s zurück über Nikosia zur Überquerung des waldreichen und atemberaubenden Trodosgebirges. Abwechslungs- und kurvenreich ging es Richtung Paphos und ich musste höllisch aufpassen, in den Kurven den auf Zypern geltenden Linksverkehr nicht außer Acht zu lassen. Letztendlich erreichte ich Paphos und legte auch hier eine Ruhepause von vier Tagen ein. Ich nahm mir Zeit meine Bilder zu begutachten, denn ich arbeitete bereits an einem Fotobuch über meine Zyperreise. Ich beabsichtigte ein tolles Motiv zu einem großen Poster herstellen zu lassen.
Zurück über die A6 mit einer Badepause in Limassol und danach über die A1 nach Lanarca. Ein herrlicher und erlebnisreicher Fahrspaß.